Im Biodiversitäts-Abo der Schnittstelle, kann auch ein Brot der „die Backstube“ mitgeliefert werden. Intern ist es das Biodiv-Brot und steht immer in einem Zusammenhang mit Biodiversität auf dem Acker. Das wird immer Mittwochs gebacken und kann auch dort im der Bäckerei oder in Läden die von denen mit dem Lastenrad (!!!) beliefert werden gekauft werden.
Die Beschreibung und der Hintergrund zu dem Saatenbrot im Begleitzettel des Abos war: Dieses Brot ist mit öl- und proteinreichen Saaten und Getreidearten hergestellt – und davon gibt es gleich ne ganze Menge: Sonnenblumen, Kürbiskerne, Hanfsamen, (Trester aus) Leinsaat und Hirse. Die Backstube schreibt dazu: „Unsere Kürbis- Sonnenblumenkerne beziehen wir von der Erzeugergemeinschaft Obeg Hohenlohe aus Süddeutschland. Der Leinsaattrester ist ein Abfallprodukt aus der Leinölproduktion, das wir von der SoLaWi Basta aus dem Oderbruch bekommen und weiter verwenden, manche von euch kennen das schon.
So wäre es ja ein bisschen langweilig, also nun zur Hanf und Hirse.
Hanfanbau war lange Zeit verboten und kommt nun so langsam zurück. Dabei ist es eine anspruchslose Pflanze, die sehr vielseitig einsetzbar ist und auch hier in der Region angebaut werden kann. Hanf wurde auch schon sehr lange als Nutzplanze in unseren Breitengraden kultiviert, bevor er als Rauschmittel von den Feldern verbannt wurde. Die Samen können zu Speiseöl verwendet werden (oder eben verbacken werden) und die Fasern können z.B. zu ökologischen Dämmstoffen oder Textilien weiterverarbeitet werden.
Auch Rispenhirse wurde im Spreewald schon lange angebaut. Im 19. Jahrhundert nahm der Hirseanbau dann aber ab und wurde durch den Kartoffelanbau und ertragreichere Getreidesorten verdrängt. Einige Bauern in der Region bauen inzwischen wieder Hirse an und in der Höfemühle im Spreewald wird sie verarbeitet und in der Region vertrieben. Hirseanbau macht in unseren Zeiten und tatsächlich Sinn, denn sie ist gut an Trockenheit und Sandböden angepasst und benötigt weniger Wasser als viele andere Getreidesorten, also bestens geeignet für sich verändernde klimatische Bedingungen.
Wir wollen Vielfalt auf den Feldern und regionale kleinbäuerliche Landwirtschaft unterstützen und versuchen mit unserem wechselnden Biodiversitätsbrot alten Getreidesorten und Nutzpflanzen zu mehr Bekanntheit verhelfen und die Strukturen die diese anbauen unterstützen.
Liebe Grüße aus der Backstube und lasst es euch schmecken!“
