Allgemein

Winter-Direkt-Konsum 2020 (die Corona-taugliche Variante)

„DIREKTKONSUM – SOLIDARISCH UND DIREKT WIRTSCHAFTEN“ – Sa. 12. Dezember 2020 | Ökomarkt Chamissoplatz (Kreuzberg) | 9 – 15h (mit den derzeitigen Corona-auflagen für Märkte in Berlin Kreuzberg – ein Mund-Nase-Schutz ist zu tragen und auf Abstand zu achten)

Hast du keine Lust mehr, mit deinem Einkauf zur Ausbeutung von Mensch und Natur beizutragen? Dann komm vorbei und erkunde den »DirektKonsum« – unseren Laden für solidarischen Handel. Wir zeigen, dass anders Wirtschaften möglich ist. Und wie lecker das sein kann!

Wir wollen – anstatt Profit – die Interessen von Natur und Mensch in den Mittelpunkt stellen. In Zusammenarbeit mit den Erzeuger*innen unterstützen wir eine faire und nachhaltige Produktion. Entdecke verschiedene Alternativen direkter und gleichberechtigter Zusammenarbeit – im Gespräch mit den Initiativen.

Film Geschmack der Hoffnung – Taste of Hope (über Scop Ti) im Fernsehen

Heute am Dienstag den 17.11. ab 23:00 Uhr auf dem Sender 3sat. läuft der 70 minütige französische Dokumentarfilm.
Im Jahr 2010 gab Unilever die Schließung eines profitablen Teeverarbeitungs- und Verpackungswerks in Südfrankreich bekannt. Die Angestellten wehrten sich gegen die Schließung. Nach über drei Jahren des Widerstands feierten die Arbeiter ihren Sieg gegen das multinationale Unternehmen und wurden Eigentümer der Fabrik. Kann dieses alternative Projekt in einem übersättigten, hart umkämpften Markt realisierbar sein? Denn mit der Übernahme des Unternehmens und der Produktion unter der Kontrolle der Arbeiter hat ein neuer Kampf begonnen.

Samstag – Fahrraddemo in Berlin: A100 stoppen und #Dannibleibt

Samstag den 14.Nov. 2020 ab 13:00 Uhr, Start ist am Hermannplatz in Berlin Neukölln (im Netz gefunden und für gut und wichtig empfunden!) Und wer den Zusammenhang zwischen Autobahn(-bau) und Lebensmitteln verstehen will, bitte HIER lesen.

Wir sind mitten in der Klimakrise: Da ist es völlig absurd noch weiter neue Autobahnen zu bauen. Doch genau das passiert: In Hessen mit der A49 und hier in Berlin mit der A100. Bündnis90/Die Grünen sind als angebliche Klimaschutzpartei in beiden Fällen mit dabei und versenken Milliarden in fossile Infrastruktur von vorgestern. Ob Wald und Wasserschutzgebiet oder Wohnhäuser und Clubkultur: Alles wird plattgemacht für noch mehr Autos.

Wir protestieren gegen diesen grünen Autowahn: mit einem Fahradkorso über die A100 bis zur Vertretung der hessischen Landesregierung in Berlin. Mit Fahrrad, Maske und Abstand radeln wir für die Verkehrswende: Gegen den Weiterbau der A100 in Berlin und gegen den Ausbau der A49 in Hessen. Für ein lebenswertes Berlin. Und für den Dannenröder Wald!

Audiotour – So ernährt sich München

Es gibt eine kostenlose Audio-Tour durch München zum Thema Ernährung. Wo das Thema sehr weit gefächert wird. Es geht dann von der ersten Mc-Donalds Filiale in Deutschland, zu öffentlichen Komposttoiletten, über die größte Münchner SoLaWi, bis zum Thema ‚wie Migration Ernährung‘ ändert . Dazu kommen Gemeinschaftsgärten zu Wort und wie unser Essverhalten das Klima ändert. Auch wenn mensch nicht nach München fährt, lohnt es sich anzuhören. Die AudioSpur zum herunterladen und weitere Infos gibt es hier unter audio.eine-andere-welt-ist-pflanzbar.de.

Montag 2.11.2020 Depot definitiv zu

Heute bleibt das Depot definitif zu! sorry, aber manchmal ist es so. OK, eher selten, aber dann passt es nicht, wie schon hier angekündig.

Öffnungszeiten – Depot im November

so sieht manchmal der Stand aus, okay im November dann mit Jacke und Mund-Nase-Schutz 😉

Das Depot ist an regulären Arbeitswochen montags von 15 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Achtung, Montag der 2.11.2020 wird spontan entschieden ob das Depot auf hat! Und dann ist das Depot im November Mittwochs, am 4. und 18 November von 18-20 Uhr und am Mittwoch den 11. von 16-18 Uhr offen . Und dann gibt es den Schnittstellen-Stand auf dem Ökomarkt Chamissoplatz, am 14.11. von 9-15 Uhr.

Neu im Depot, Gemüsebrühe aus Italien

Brodo vegetale bio IRIS 180g

Mit der neuen Lieferung an Pasta und Tomanten-Krams aus Italien, kommt auch Gemüsebrühe. Das trifft es nicht so richtig eher Gemüse-Brühe-Paste. Das Glas mit 180gr kostet 3,60€ Iris-Pasta schreibt * dazu: „Die Gemüsebrühe, sehr nützlich in der Küche als Basis für die Soße, Suppen und Gemüsesuppen, zur Zubereitung einer leichten Suppe unter Hinzufügung von Nudeln oder Reis, großartig als Würzmittel und wenn im Haus Karotten und Sellerie fehlen, verwendet 1/2 Teelöffel Gemüsebrühe und löst viele Probleme.
Die Verwendung von zwei Teelöffeln in einem Becher Wasser, um den Geschmack und die Bedürfnisse zu ergänzen.

Zutaten: Meersalz 50%, Gemüse in variabler Menge (Karotten, Zwiebeln, Sellerie) 41,6%, Petersilie 4,2%, Basilikum 4,2%.“

* Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

Aktualisierte Version vom Bio-Diversitäts Beipackzetteltext im Oktober, über den zusammenhang zwischen Transport, Lebensmittel und Autobahnen.

…. Wenn ihr diesen Zettel lest, wird im hessischen Dannenröder Wald Widerstand gegen den Weiterbau der A49 geleistet. Zwischen Gießen und Kassel soll die Autobahn durch ein Naturschutzgebiet und durch ein wichtiges Trinkwasserschutzgebiet gebaut werden. Und dafür sollen rund 100ha gesunder Mischwald gerodet werden. Protest in der Region gibt es schon so lange wie der Plan der Autobahn alt ist, seit 40 Jahren. Seit gut einem Jahr gibt es dort eine Besetzung des Waldes mit Hütten und Baumhäusern. Durch die Besetzung ist letztes Jahr die damals angekündigte Rodung des Waldes erst mal ausgesetzt worden. Die Aktion wurde weiter aufrechterhalten und die Baumhäuser wurden ausgebaut. Aktuell wohnen einige Menschen in dem Wald, verteilt auf mehrere Baumhausdörfer, und im Unterstützer*innen-Camp in der Nähe. Dort wird Öffentlichkeitsarbeit betrieben und natürlich werden weiterhin die zur Zeit stattfindenden Rodungsarbeiten behindert.

Aber was hat das mit Lebensmitteln zu tun?

Vieles von unserem Essen hat weite Strecken zurückgelegt, von den bekannten Tomaten aus Spanien über Sonnenblumenkerne aus China bis zu Backwaren, die quer durchs Land gefahren werden. Zum Beispiel fährt die Bäckerei Münchner Hofpfisterei ihr Bio-Brot nachts von Bayern nach Berlin, damit es hier frisch angeboten werden kann. Ich frage mich, warum Tomaten aus dem äußersten Zipfel Europas hier fast das ganze Jahr angeboten werden müssen. Und gibt es keine Sonnenblumenkerne in unserer Region und keine Biobäckereien in Berlin? Wie kann es sein, dass trotz der weiten Entfernung diese Lebensmittel immer noch so billig sind? Ganz einfach ist da die Antwort natürlich nicht. Da geht es oft um den Preis, da die Bäuer*innen und Gärtner*innen wo anders für weniger Lohn arbeiten. Teilweise werden die Produktionskosten mit illegalisierten Migrant*innen als Arbeitskräfte gesenkt, z.B. in Almería, ganz im Süden Spaniens, wo die größten Gewächshäuser Europas stehen.

Wo ist der Zusammenhang zu Agrardiversität? Die weiten Lebensmittel-Transporte machen nur Sinn, wenn große Mengen von einer Sorte angebaut werden. Also in

getrocknete Chilis

Es gibt wieder Chilis, aus Bienenwerder. Dieses Jahr geerntet und getrocknet, das Glas kostet 2,85€ .

Die Chilis können entweder frisch verzehrt werden oder, wenn es zu viel ist, getrocknet und dann als Gewürz verwendet werden. Es muss ja nicht immer Pfeffer sein, der importiert werden muss, denn viele Gewürze wachsen auch in Brandenburg und haben damit kurze Transportwege und sind so auch ein guter Anfang für eine rnährungssouveränität und klimaneutralere Ernährung.
Chilis haben eine andere Schärfe als Pfeffer, die aber nicht unbedingt intensiver ist. Kleiner Tipp: Wenn es nicht so scharf sein soll, die Kerne entfernen, denn in denen ist die Schärfe konzentriert.

Lebensmittel – Querverweise – widerliches Greenwashing

Wonderful World von ALDI Nord

Neulich zeigten mir Freunde, eine Packung vegane Fruchtgummis eines der bekanntesten Lebensmitteldiscounter des Landes. Klar kann mensch sich freuen das es da nun auch veganes zum Naschen gibt. Auch irgendwie löblich das es da nun pro Packung einen Beitrag als Spende gegen den Klimawandel gibt. So weit so schlimm?

Auf deren Internetseite steht es dann so:“Mit dem Kauf eines Beutels ….. (hier stand der Markenname) werden 15 Cent an Plant-for-the-Planet gespendet – für unseren gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel.
10 Cent fließen dabei in die Pflanzung neuer Bäume. Die übrigen 5 Cent werden in die Ausbildung von Kindern zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit investiert.
Denn auch beim Klimawandel gilt: Wissen ist Macht! „

Das sind die Momente wo ich kotzen könnte, da stellt sich ein Konzern mit einem geschwurbelten Text hin und tut so als wenn er den Planeten retten will, kein Wort über die Praxis der Lebensmittelkonzerne und Discounter die mit ihrer Profitgier alles andere als Verantwortlich handeln, denen es egal ist wie viel die Arbeiter*innen verdienen, wie gesundheitsschädlich die „ach so günstigen Bananen, Äpfel, …. “ angebaut werden, egal wie viel weggeworfen wird, Hauptsache das Regal ist bis zum Ladenschluss mit einer üppigen Auswahl gesegnet, egal wie viel dann weggeworfen wird. Ach nee, das kann mensch dann semiwohltätig an die Tafeln oder Essensretter abgeben, damit machen sie dann auch noch was gutes(?). Aber von Klimagerechtigkeit schreiben, wie absurd ist das den ……. .