Ökostrom über Schnittstelle?

thumb-nursonne.gif Nein soweit ist es noch nicht, haben wir auch nicht geplant. Bei den Protesten Anfang November im Wendland gegen den Castor-Transport, gab es an mehreren Stellen Werbung für einen „Stromwechsel“ hin zu LichtBlick.
Es gibt Gründe den Stromanbieter zu wechseln, keine Frage, mensch muss nicht Vattenfall und Co bei ihrem Betrieb von Atomkraftwerken und den Neubau von Kohlekraftwerken finanziell unterstützen. Auch wenn es an sich eine verkürzte Sicht der Dinge beinhaltet (siehe Kritik an „Atomausstieg selber machen“).

Um bei Lichtblick zu bleiben: Der Bund der Energieverbraucher stellte 2004 fest, dass Lichtblick keine direkten Investitionen in Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie geleistet habe. Nach dieser Kritik kündigte Lichtblick allerdings im September 2009 an, in die dezentrale Erzeugung von Ökostrom, auf Basis dezentraler Mini-Blockheizkraftwerke, in großem Stil einzusteigen.

ROBIN WOOD hat recherchiert, welche Öko-Stromanbieter sich für den Atomausstieg und den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen. Aus ihrer Sicht gibt es 4 tatsächliche Öko-Stromanbieter.
Sie nennen die Elektrizitätswerke Schönau GmbH, Greenpeace Energy eG, LichtBlick und die Naturstrom AG. Herbie persönlich findet ja die Elektrizitätswerke Schönau GmbH am interessantesten, da sie aus der Anti-Atom-Bewegung kommen und keine Verflechtung mit der Atomindustrie haben. Sie sind, wie sie selber schreiben: „Der etwas andere Energieversorger”.

Die Elektrizitätswerke Schönau betreiben das Stromnetz in Schönau und versorgen bundesweit mehr als 96 000 Privathaushalte, Gewerbebetriebe und Industrie-Unternehmen mit sauberem Strom (Stand 9/2010). Die EWS sind aus einer Bürgerbewegung entstanden und strengen ökologischen Leitlinien verpflichtet. Die Geschäftsführung und Gesellschafter setzen nicht auf unbedingte Gewinnmaximierung, sondern investieren in eine nachhaltige Energieversorgung“. Mehr zu ihrer Geschichte, Informationen und ein Formular zum Anbieterwechsel gibt es auf ihrer webseite.

Aber um den Atomstaat und den Atommüll zu Ende zu bringen, muss mensch AUCH praktisch werden, demonstrieren, blockieren, schottern, … denn „Atomausstieg ist Handarbeit!“
(…und weniger Strom verbrauchen, wäre auch gut… )

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